Realistische Tagesplanung

Der Kalender sagt, wann du Termine hast. Er sagt nicht, ob die Arbeit dazwischen hineinpasst. Daran scheitern die meisten Tagespläne.

Warum Time-Blocking im Alltag zerfällt

Die verbreitete Empfehlung: Schreib jede Aufgabe in ein Zeitfenster im Kalender. Klingt vernünftig. Hält selten bis zum Mittag.

  1. Die Lücken zwischen Terminen. Zwischen zwei Besprechungen liegen vierzig Minuten. Zu wenig für die große Sache, zu viel zum Verfallenlassen. Ein Zeitfenster-Plan hat dafür keinen Platz.
  2. Schätzungen sind schlecht. Was zwei Stunden dauern sollte, dauert vier. Damit stimmt nicht nur dieser Block nicht mehr, sondern jeder folgende.
  3. Mehrtägiges passt nicht in einen Tag. Vorhaben, die sich über zwei Wochen ziehen, lassen sich vorher nicht in Tagesscheiben schneiden.
  4. Störungen. Ein Anruf, ein kranker Kunde, ein Server fällt aus. Danach ist der Plan Makulatur, und Neuschreiben kostet wieder Zeit.

Nach drei Tagen hält sich niemand mehr an den Plan. Danach plant man gar nicht mehr.

Die andere Frage

Aevo fragt nicht „wann mache ich das", sondern „wie viel Zeit habe ich heute, und wie viel wollte ich verbrauchen".

Dafür braucht es zwei Zahlen. Die erste kommt aus deinem Kalender. Aevo liest die Termine über Google Kalender, Microsoft 365 oder CalDAV und weiß, wie viel unverplante Zeit übrig ist. Die zweite kommt von dir, als Zeitschätzung an der Aufgabe.

Daraus entsteht die Auslastung. Sie sagt nicht, wann du was tust. Sie sagt, ob dein Vorhaben für heute in den Tag passt.

Ein Zeitfenster-Plan ist nach der ersten Störung falsch. Eine Kapazitätsrechnung nicht. Der Tag hat dieselbe Größe, es ist nur weniger davon übrig.

Was du dabei siehst

Der Aufwand aus Teilaufgaben rechnet sich nach oben zusammen. Was du unten in Stunden zerlegt hast, steht oben als Summe auf der Kachel und geht in die Tagesrechnung ein. Mehr dazu unter Aufgaben beliebig tief zerlegen.

Wenn es nicht passt

Ein ehrlicher Kapazitätswert sagt regelmäßig, dass der Tag zu voll ist. Dann kannst du etwas verschieben oder etwas pausieren. Beides ist in Ordnung.

Der Unterschied zählt. Verschieben heißt, die Aufgabe drängt weiter. Jedes Verschieben erhöht den Aufmerksamkeitswert, ab dem dritten Mal färbt sich die Kachel ein. Pausieren mit Startdatum heißt, die Sache ruht bewusst und taucht bis dahin nicht auf. Mehr dazu unter Aufgaben, die du ständig verschiebst.

Was du dafür brauchst

Tageskapazität und Auslastungsplanung gehören zu Pro, ebenso die Kalender-Anbindung. Ohne Kalender fehlt der Rechnung die Grundlage. Zeitschätzungen, Prioritäten, die Zeitleiste, der Aufmerksamkeitswert und der Tagesplan für heute sind auch im Free-Plan enthalten. Morgen und die zwei Tage danach planst du mit Pro.

Die Anbindung läuft über CalDAV, also etwa iCloud oder Nextcloud, oder über Microsoft 365. Mehr dazu unter Kalender über CalDAV und Microsoft 365 verbinden.

Häufige Fragen

Plant Aevo meinen Tag automatisch?

Nein. Es rechnet aus, wie viel Zeit frei ist und wie viel du dir vorgenommen hast. Was du in welcher Reihenfolge tust, entscheidest du. Es gibt keinen Assistenten, der umsortiert.

Brauche ich Zeitschätzungen an jeder Aufgabe?

Für eine belastbare Auslastung ja, zumindest grob. Aufgaben ohne Schätzung tauchen weiter auf dem Board auf, gehen aber nicht in die Rechnung ein.

Woher weiß Aevo, wie viel Zeit ich frei habe?

Aus deinem Kalender, angebunden über Google Kalender, Microsoft 365 oder CalDAV. Ohne Kalender gibt es keine Kapazitätsrechnung.

Ist das Time-Blocking?

Nein, eher das Gegenteil. Beim Time-Blocking bekommt jede Aufgabe ein festes Zeitfenster. Hier bekommt der Tag eine Größe, und du siehst, ob dein Vorhaben hineinpasst.

Was kostet das?

Tageskapazität, Auslastungsplanung und Kalender-Anbindung gehören zu Pro, 7,00 Euro im Monat oder 70,00 Euro im Jahr inklusive Umsatzsteuer. Zeitschätzungen, die Zeitleiste und der Tagesplan für heute sind auch im Free-Plan enthalten.

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